Jolanda van de Graaf

In eigener Sache

Der Regierungsrat des Kantons Schwyz hat mich an seiner Sitzung vom 14.10.2025 zur neuen Leiterin Kommunikation des Regierungsrates und des Kantons Schwyz gewählt.

Hier geht’s lang zur Medienmitteilung.

Ich freue mich ausserordentlich und es ist mir eine grosse Ehre, dieses neue berufliche Kapitel in meinem Heimatort Schwyz aufzuschlagen, wo sich für mich buchstäblich ein Kreis schliesst.

100 Meter vom Schwyzer Regierungsgebäude, im Schulhaus Herrengasse, lernte ich lesen und schreiben. Das also, was mich beruflich ein Leben lang begleiten sollte. Jetzt kehre ich beruflich nach Schwyz zurück mit einem gut gefüllten Rucksack an kommunikativer Erfahrung, um diese für die Kommunikation der Regierung und des Kantons Schwyz einzusetzen.

Andi Luig, der im Frühling 2026 nach 17 Jahren in dieser Funktion in den Ruhestand tritt, danke ich für die ausgezeichnete Arbeit und das super Team, das er mir dannzumal übergeben wird. Ich freue mich jetzt schon auf die Menschen hinter der Funktion.

Bei meinen Mandanten und Auftraggebern – viele darunter langjährige Wegbegleiter – bedanke ich mich herzlich für die schönen, bereichernden Aufträge und die spannenden Jahre.

Ab März 2026 fokussiere ich mich nun voller Freude auf meine neue Kommunikationsaufgabe für die Regierung und den Kanton Schwyz.

 

 

 

 

 

 

Run free, my Senta

Meine allerliebste Senta,

nur noch äusserst selten hast Du ihn in den letzten Wochen gezeigt: Deinen aufgestellten Trab ein paar Meter vor mir, bei dem Deine Ohren flappten wie die Tütüs des Pas de Quatre im Schwanenseeballett. Jedes Mal, wenn Du mal noch zum Trab angesetzt hast, hüpfte mein Herz in Deinem Rhythmus.

In der letzten Zeit brauchte es alle 20 Meter ein Gutzi zur Motivation, nochmals ein paar Schritte zu machen. Deine Schmerzen wolltest Du mir nicht zeigen. Bis Du sie nicht mehr verbergen konntest. Die Krebsdiagnose Anfang Jahr war im Endeffekt der Anfang vom Ende. Die Operation und zwei verschiedenen Chemos, die Du wie ein Trooper durchstandest, halfen nichts. Die Tumore wuchsen wie wild und platzten immer wieder am Bein auf, was Dir fast schon peinlich war. Du liessest die Verbände über Dich ergehen, solange es als Belohnung ein feines Gutzi oder etwas Hafermilch gab. Die Geschwüre, die sich am und in Deinem Körper breit machten, müssen Dich unglaublich geplagt haben, aber um mich herum nahmst Du Dich gewaltig zusammen. Du warst darin eine Meisterin! Aber in den letzten Tagen wurde es zu viel, was ich begriffen und meine Verantwortung für Dich in allergrösster Liebe wahrgenommen habe.

In Deinen letzten Stunden bin ich viel bei Dir gelegen und habe Dir von unseren vielen Abenteuern erzählt. Und ich habe das Gefühl, dass Du mir dabei das Ok gegeben hast, dass ich Dich erlösen darf. Wir haben uns oft blind verstanden. Viele Worte brauchten wir nie.

Du warst mein Fixstern, um den ich mein Leben der letzten 10 Jahre aufgebaut habe. Und ich hoffe, dass ich es gut mit Dir gemacht habe. Unsere gemeinsame Lebensstruktur und die schönen Rituale fallen nun abrupt weg. Heute Morgen ass ich erstmals ohne Dich neben mir die erste Toastecke, die immer für Dich bestimmt war, selber, und sie schmeckte wie Karton für mich. Die restlichen Toastecken legte ich für Dich zur Seite und entsorgte sie dann im Kompost. Vom Bürostuhl aus sehe ich auf Dein leeres Bett, und Du liegst auch nicht unterm Pult auf meinen Füssen. Du holst mich nicht mehr ungeduldig vom Zähneputzen ab, um in die morgendliche Hunderunde zu starten. Die Zeitung bleibt im Briefkasten liegen, weil ich frühmorgens nicht mehr hinters Haus muss mit Dir. Appetit habe ich keinen mehr ohne Dich als Häppchenjägerin. Du aber warst bis zum Schluss hochgradig verfressen. Darum habe ich Dich in den letzten Stunden nochmals so richtig verwöhnt. Du konntest es wohl kaum fassen, wie viele Gutzis Du erhalten hast. Du hast Deine letzte Reise über den Regenbogen – friedlich bei mir zu Hause – auf jeden Fall gut verpflegt angetreten.

Wir haben uns kennengelernt, da warst Du gerade mal etwa 10 Tage alt. Bis ich Dich mit 8 Wochen nach Hause holte, besuchte ich Dich wöchentlich bei der Züchterin. Du hast Dein ganzes Leben mit mir verbracht. Ich hatte das Privileg und es war mir eine Ehre, diesen unvergesslichen Weg mit Dir von A bis Z – und damit auch ganz bis zum Ende zu gehen. Die etwas mehr als 10 Jahre mit Dir haben mein Leben nachhaltig geprägt und verändert. Ich bin nicht mehr dieselbe wie vorher. Dafür werde ich Dir für immer dankbar sein.

Ich bin sehr glücklich für Dich, dass Du nun keine Schmerzen mehr hast. Ich sehe Dich quer über eine saftige Wiese rennen mit vier gesunden Beinen, krebsfrei, rank und schlank, um am Ende der Wiese in einen klaren See zu springen und genussvoll eine Runde zu schwimmen. Das wünsche ich Dir dort, wo Du jetzt bist, jeden Tag und von Herzen. Deine Asche kommt zurück zu mir, wo Du zu Hause bist.  Du hast einen riesengrossen Platz in meinem Herzen für alle Ewigkeit. Und ich hoffe, dass wir uns dereinst wiedersehen, in welcher «shape or form» auch immer das sein wird.

Run free, my Senta – forever.

Success Story – Kernkraftwerk Leibstadt (2013 – 2025)

Seit 2013 unterstütze ich das Kernkraftwerk Leibstadt (KKL) in der Kommunikation (Geschäftsberichte, Broschüren, Drucksachen, interne Kommunikation) und auf der Medienstelle. Mitglied des Notfallstabs. Seit 2017 mit einem fixen Mandat.

Medienarbeit

  • Aktive und passive Medienarbeit, Antworten an Private
  • Erstellen und Versenden von Medienmitteilungen
  • Erstellen von Faktendossiers
  • Issue Management
  • seit 2017 Mitglied des Notfallstabs für den Bereich Information

Geschäftsberichterstattung

Broschüren / Drucksachen

Projektleitungen und -support

  • diverse Projekte im Rahmen des 40-Jahr-Jubiläums 2024:
  • Firmenvideo ,
  • Mitarbeitendenvideo,
  • Exponante für den Event

Interne Kommunikation

  • interne Artikel über Projekte
  • Mitarbeiterportraits

Website Content

  • Überarbeitung der Texte 2013 sowie 2017

Interimsleitung

2019 interimistische Leitung des Ressorts Information

Success Story – Universitätsspital Zürich (2019 – 2025)

Seit 2019 schreibe ich in regelmässigen Abständen Artikel für das «USZinside», das Magazin des Universitätsspitals Zürich. Spitzenmedizin für alle – das erlebe ich regelmässig bei meinen Recherchen zu ausserordentlich spannenden Gesundheitsthemen. Dabei erlebe ich mitunter bewegende Momente mit Betroffenen.

Was mich immer wieder positiv überrascht: Die Menschen im USZ öffnen Tür und Tor und lassen sich transparent über die Schulter blicken. Ich finde diesen Berufsstolz beeindruckend, zumal er am Ende den Betroffenen dient.

Das Magazin gibt es auch online: USZinside

Ein Auszug:

Success Story – Axpo (2013 – 2025)

Axpo gebührt ein grosses Dankeschön. Der Energiekonzern – mein letzter Arbeitgeber, bevor ich im Juni 2013 meine eigene Firma gründete – sicherte mir den Start in meine Selbständigkeit mit einem Grossauftrag für das 2014 anstehende 100-Jahr-Jubiläum.

Das Jubiläumsbuch «Im Fluss», eine Kooperation mit Steven Schneider, war eine fantastische und abwechslungsreiche Aufgabe. Dazu gehörte, dass ich in Kleinstarbeit die komplette Firmenchronik erstellte und deshalb bis heute ziemlich genau weiss, wie sich Axpo aus der früheren «Nordostschweizerische Kraftwerke AG (NOK)» zum heutigen, internationalen Stromkonzern entwickelt hat.

Parallel zu den Jubiläumsprojekten und danach begleitete ich den Ausbau und die Inbetriebnahme des Pumpspeicherwerks Limmern mit regelmässigen Artikeln für Zeitungsbeilagen und andere Drucksachen sowie Broschüren.

Seit ein paar Jahren schreibe ich Reportagen im Rahmen der «Tour de Suisse der Wasserkraft». Der Kraftwerkspark der Axpo ist vielfältig und führt mich in schmale und abgeschiedene Täler. Dazu gehören Kraftwerke aus der Gründerzeit (z.B. KW Löntsch), Netzstabilisatoren (Misoxer Kraftwerke), hochmoderne Batterien (PSW Limmern) und nicht zuletzt auch noch gar nicht erstellte Bauwerke (KW Pradapunt im Prättigau).

Ein Auszug:

Content is King!

Success Story – SWISS ROWING (2018 – 2025)

Ab 2018 und bis zu den Olympischen Spielen 2024 in Paris verantwortete ich die Medienarbeit, die Berichterstattung von den Wettkämpfen, Artikel für die Website und das Verbandsmagazin, den Auf-/Ausbau und die Content Creation der Social Media Kanäle.

Neben der Organisation von Medienterminen begleitete ich die Ruderinnen und Ruderer bei Interviews und Foto-/Film-Shootings.

Zusätzlich zu Facebook präsentierte ich die Schweizer Ruderwelt ab 2018 auf Instagram. Diesen Kanal pushte ich von 0 auf über 10’000 FollowerInnen, was mich stets motivierte, auf den Social Media Kanälen einen raschen Resultatservice zu bieten und die weiteren technischen Entwicklungen rasch mitzugehen (z.B. Reels).

 

Sieben Jahre Einsatz, entsprechend viele Welt- und Europameisterschaften und zwei Olympische Spiele (Tokio und Paris) runden meine Zeit bei SWISS ROWING ab. Mit Freude erfüllt mich, dass ich Roman Röösli und Andrin Gulich, zum Europa- und Weltmeistertitel (2023), Sieg im Gesamtweltcup (2023) und auf ihrem Weg an die Olympischen Spiele 2024 in Paris begleiten durfte, wo die beiden Olympia-Bronze im Zweier ohne Steuermann gewannen. Der Besuch im Sportpanorama von SRF im Frühling 2024 wird mir in Erinnerung bleiben.

Success Story – Tour de Suisse (2015 – 2018)

Als grosse Freundin des Radrennsports war es mir eine grosse Ehre, von 2015 – 2018 ganzjährig das Media Office der Tour de Suisse zu führen. Um die grösste Schweizer Rundfahrt in Erinnerung zu behalten, bewirtschafteten wir die Website und Social Media Kanäle das ganz Jahr hindurch intensiv. In dieser Zeit war Twitter im Radsport der massgebende Kanal auf Social Media.

  • Aufbau / Content Creation / Storytelling / Content Management des Twitter-Accounts (= damals der Main Social Media Channel im Radsport)
  • Crossmediale Traffic Generation auf der Website tourdesuisse.ch (Storytelling, Wettbewerbe, Verlosungen von Goodies, Adventskalender)
  • Führung eines Teams von 3-5 Kommunikatoren während der Tour de Suisse

Es war eine fantastische und intensive Zeit mit dem Tour-Tross!

 

Simple Minds – Waterfront

Klar hätte ich auch einen anderen Hit der Simple Minds als meinen Favoriten bezeichnen können. «Alive & Kicking» kann genauso mithalten wie «Up on the catwalk» oder «All the things she said». Waterfront aber erinnert mich mit seiner Sequenz zum Start des Videoclips an ein Konzert der Band im Zücher Hallenstadion. Es muss so um 1987 herum gewesen sein. Nur schon die Tramfahrt vom Zürcher Hauptbahnhof nach ZH-Örlikon war für mich Landei furchteinflössend. Gemeinsam mit Freunden, sie formten die damalige Schwyzer Band «Second Sight», pilgerten meine Schwester und ich an das Konzert dieser Kultband.

Im Trott folgten wir den Jungs durch die Menschenmenge bis in die zweite Reihe. Was folgte, war ein klaustrophobisches Erlebnis, das mich vor die Wahl stellte, ob ich lieber zerdrückt oder zertrampelt werde. Es gab kein Entrinnen. In Zeiten ohne Mobiltelefon war es wichtig, dass die Gruppe zusammenblieb. Also waren wir auf Gedeih und Verderben den Jungs ausgeliefert. Und diese dachten nicht daran, die zweite Reihe wieder zu verlassen. Mir war alles zu eng. Und wie es halt so ist an einer Waterfront, rissen uns die Wogen der wiederkehrenden Körpertsunamis in regelmässigen Abständen mit. Sauerstoff war Mangelware, die Schminke rasch mal in Rinnsalen zergangen.

Dieses Konzert ist mit ein Grund, warum ich seither grosse Menschenmengen meide. An Konzerten platziere ich mich stets seitlich und in Ausgangsnähe. Etwas Gutes hatte das Konzert von Simple Minds dennoch: Noch heute könnte ich schwören, dass Sänger Jim Kerr mir mitten im Getümmel in der zweiten Reihe direkt in die Augen geschaut hat. Ein unvergesslicher Moment für mich als Teenager.

Eine weitere Erinnerung mit der Band verbinde ich mit dem KKL Luzern. Eine Freundin und ich trafen uns vor ein paar Jahren zum Konzertbesuch der Simple Minds Acoustic Tour in Luzern. Ich hatte acoustic wohl mit unplugged verwechselt. Die Musik war laut – zu laut für meine gestressten Ohren. Kaum hatte Jim Kerr das Konzert eröffnet, startete bei mir eine singende Säge im Ohr. Bislang nicht von Tinnitus geplagt, war das nun aber fast unerträglich. Hektik brach aus. Meine Freundin fragte die Nachbarn links, ich die Besucher rechts von mir nach Ohrenstöpseln. Gefunden und geplugged, halfen diese jedoch nur wenig. So sorgten die Simple Minds dreissig Jahre später für ein weiteres traumatisches Konzerterlebnis. Nichtsdestotrotz schalte ich noch heute lauter, sobald der Zufallsgenerator meiner Playlist einen Song der Simple Minds auswirft.

«Step in, step out of the rainI’m goin‘ to walk on up to the waterfrontSaid, one million years from todayI’m goin‘ to step on up to the waterfrontGet in, get out of the rainCome in, come out of the rain»

Tom Jones – It’s not unusual

Möge passieren, was wolle. Läuft im Radio DIESES Lied, geht’s mir wieder gut.

Mit Tom Jones verbindet mich wirklich nichts. Er ist mit 81 Jahren älter als mein eigener Vater. In meinen musikalischen Prägungsjahren stand ich auf alles andere als den «Tiger», der mir mit Songs wie «Sex Bomb» und «She’s a Lady» mächtig auf den Geist ging.

Aber «It’s not unusual» gehört in eine andere Liga. Wer hätte gedacht, dass es sich dabei um einen Song aus dem Jahr 1965 handelt? Was mir zeigt, dass eine wirklich gute Melodie und ein starkes Musikarrangement eine lange Zeit ohne Ermüdungserscheinungen überdauern können. Erstaunlich ist zudem, dass dieses Lied keinen richtigen Schluss hat. So ein leichtes Fade-out mit etwas Gejaule à la „whoa-oa-oa“.

Trotzdem: Ist es nicht erstaunlich, dass ein knapp zwei Minuten langes Lied für so gute Stimmung sorgen kann?

It’s not unusual to be loved by anyone

It’s not unusual to have fun with anyone

But when I see you hanging about with anyone

It’s not unusual to see me cry, I wanna die

Tom Jones 1968 in der Ed Sullivan Show.

Was in aller Welt ist das für ein Hüftschwung?

Tom Jones bereits in fortgeschrittenem Alter, live vor grossem Publikum: